16. August 2016 stephan.klein

Einsatz von Bewegtbild – der Employer Branding Film

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Videos bewegen! Mehr und mehr User nutzen Filme im Internet. Deshalb wird es auch für Unternehmen immer entscheidender, mit Bewegtbild zu kommunizieren – sowohl intern, als auch extern.

Viele Firmen folgen dieser Entwicklung und haben inzwischen einen Youtube-Channel oder einen eigenen Videokanal im Intranet. Doch welche Möglichkeiten gibt es, diese Kanäle sinnvoll und vor allem nachhaltig zu füllen?

Der Employer Branding Film

In Zeiten von Fachkräftemangel stehen viele Unternehmen vor einer großen Herausforderung. Sie haben im Kampf um Arbeitnehmer Talente die Aufgabe, auf potentielle Fach- und Führungskräfte zuzugehen bzw. die besten Angestellten langfristig zu binden. Wie das gelingt? Durch den Aufbau eines positiven Arbeitgeber-Images – auch Employer Branding genannt. Und genau hier kommt der Employer Branding Film ins Spiel. Er bietet die Möglichkeit, mit Bewegtbild aktives Marketing im Bereich der Personalentwicklung zu betreiben.

Doch wie stellt man sich als guter Arbeitgeber dar?

In vielen Employer Branding Filmen sieht man lächelnde Arbeitnehmer im Einsatz, die dann nacheinander Statements zu unterschiedlichen Themenbereichen abgeben – sei es zum Arbeitsklima, zu Fortbildungsmaßnahmen, zur Work-Life-Balance oder zu den Entwicklungsmöglichkeiten. Grundlegend ist es vollkommen richtig, Mitarbeiter sprechen zu lassen. Denn wenn Angestellte aus persönlicher Sicht berichten, bekommt der Zuschauer einen vertrauenswürdigen und authentischen Einblick in das Unternehmen. Das steigert die Glaubwürdigkeit, garantiert aber nicht, dass der Film auch langfristig hängen bleibt. Denn „Filme-für-alles“, also in denen Mitarbeiter möglichst viele Bereiche und Benefits ansprechen, haben einen Haken: Die meisten Unternehmen haben so einen Film. Immer wieder sieht man, dass in Employer Branding Filmen unzählige Bereiche kurz angeschnitten werden, um möglichst viele i-Tüpfelchen des Unternehmens anzuschneiden. Letztendlich gehen die dann aber in der Masse unter.

Das Ziel sollte sein, langfristig positiv in den Köpfen hängen zu bleiben!

Einige größere Firmen grenzen sich deshalb sichtlich von den beschriebenen Standart Employer Branding Filmen ab – zum Beispiel mit einem Rap-Video. Vielen ist dieses Exempel sicherlich bekannt: Pseudo-Rapper besingen ihr Praktikum und ziehen im Netz alle Blicke auf sich. Zwar erregt solch ein Film Aufmerksamkeit, ist für uns allerdings trotzdem ein absolutes No-Go! Denn die Eindrücke, die man in solchen Videos von den Unternehmen bekommt, unterscheiden sich erheblich von der Realität – und strahlen deshalb auch keine Authentizität aus.

Doch gutes Storytelling in Employer Branding-Filmen erfordert Mut. Unserer Meinung nach nicht den Mut, den die Rap-Videos an den Tag gelegt haben, aber:

Mut zur Lücke!

Mut, sich ein bisschen von der Konkurrenz abzuheben. Dazu gehört auch, in einem Employer Branding-Film nicht die Intention zu verfolgen, alle positiven Bereiche eines Unternehmens nacheinander aufzuzählen. Unternehmen sollten sich lieber auf ein Thema konzentrieren. Wenn Angestellte zum Beispiel erzählen, was sie tagtäglich motiviert, können Zuschauer zwischen den Zeilen lesen, wie toll das Unternehmen ist – auch wenn die Ausgangsfrage nicht „was gefällt Ihnen am besten?“ ist. Sollten Angestellte unterschiedliche Motivationsgründe haben – umso besser! Nutzen Sie die Chance, mehrere kürzere Filme zu erstellen und in jedem Video dafür möglichst persönlich und authentisch auf eine Geschichte oder eine persönliche Fähigkeit einzugehen.

Ein Employer Branding Film muss keine fünf Minuten lang sein! Ganz im Gegenteil. Bereits 40-80 Sekunden reichen aus, um dem Zuschauer einen ersten Einblick zu geben und Emotionen zu transportieren. Die bleiben bei potentiellen Bewerbern, Angestellten und Kunden hängen – und somit auch das Unternehmen, was diese ausgelöst hat. Bei vielen, kürzeren Filmen kommt es oft sogar zum Dominoeffekt: Zuschauer gucken sich einen themenspezifischen Film an, sind begeistert und klicken sich weiter durch die anderen Videos.

Fazit

Ist ein Employer Branding Film gut gemacht, können Unternehmen davon nur profitieren. Denn ein gutes Bild hinterlässt Eindruck bei potentiellen Arbeitnehmern und steigert die Aufmerksamkeit für Stellenausschreibungen. Um auch langfristig und authentisch in den Köpfen zu bleiben, bedarf es einer transparenten und umfassenden Kommunikation, die auf Kontinuität basiert. Und die hinterlässt nicht nur Eindruck bei möglichen Arbeitnnehmern, sondern auch bei Kunden. Denn wer kooperiert nicht lieber mit einem Unternehmen, das motivierte und zufriedene Mitarbeiter hat?!

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Über Ramona:

Als Allzweckwaffe in der Koordination und Durchführung unserer Projekte ist Ramona zentrale Ansprechpartnerin und unterstützt hunderteins nicht nur organisatorisch, sondern treibt unsere Filme auch konzeptionell als Regisseurin nach vorne. Dabei schafft die ausgebildete TV Redakteurin es mit Leichtigkeit Telefonhörer, Notizblock, Handy und eine Teetasse auf einmal zu balancieren und ganz nebenbei die nächste Konzeptidee aus dem Ärmel zu schütteln. Als überzeugte “Mit dem Fahrrad zur Arbeit”-Fahrerin trotzt sie täglich Wind und Wetter, um jeden Tag gut gelaunt die Anrufe und Mails unserer Kunden zu beantworten.

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